„Der freie Wille“
2009: März (14)
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Schlagworte: andre hennicke, der freie wille, jürgen vogel, kino, manfred zapatka, sabine timoteo, vergewaltiger, vergewaltigung
Dieser Film hinterlässt einen wahrhaft sprachlos.
Mit extremer Schonungslosigkeit wird die Geschichte von Theo, einem mehrfachen Vergewaltiger, erzählt. Ohne viele Schnörkel, aber gnadenlos gegenüber der Scham des Zuschauers, muss man Theo bei mehreren Vergewaltigungen, vor und nach seiner Zeit im Gefängnis zusehen.
Dieses verlässt er mit weitreichenden Vorsätzen. Er möchte ein Vorbild werden und zeigen, dass auch ein vermeintliches Monster immernoch zu einem anständigen Leben fähig ist. Doch jeder Sexualität in seinem Alltag muss er ausweichen, um sich unter Kontrolle zu halten. Diszipliniert kleidet er sich ein, trainiert seinen Körper, um im Ringen mit seinen Trieben die Oberhand zu behalten.
Hierbei wird Theo frei von jedem Klischee gezeigt, sodass man im ständigen Hoffen und Bangen begriffen ist. Die wahre Spannung des Films liegt darin, ob er einen Rückfall verhindern kann. Licht und Schatten wechseln sich hierbei ab, denn mit Nettie findet er endlich eine Frau, die ihm Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt. Ohne belehrende Kommentare und Sequenzen, sogar ohne pathetische Hintergrundmusik wird man allein gelassen mit dem Geschehen und der Frage danach, wie weit Der freie Wille eines Menschen geht.
Aufwühlend, packend und tragisch. Dieser Film ist großes Kino über eines der größten Tabus der Gesellschaft und eines der abscheulichsten Verbrechen des Menschen.
deutscher Trailer: