Die Stadt leuchtet.

Posted On 2009: November (17)

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Vortrag

Posted On 2009: November (14)

Gespeichert unter Fußball
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Flyer_Ultrà

Hingehn.

Gastbeitrag: „Kennst du zwei Menschen, die sich wirklich nahe sind?“

Posted On 2009: November (13)

Gespeichert unter Fußball, Leben

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Ein bisschen traurig war ich auch, als Robert Enke gestorben ist. Ich mochte ihn, weil er für den Tabellenletzten vor elf Jahren mal eine überragende Saison gespielt hat, obwohl es offensichtlich nichts brachte.

Hier ein kleiner Text, den ein guter Freund von mir für diesen Blog geschrieben hat:

„Robert Enke ist tot“ … Grade selbst noch dem Fußballtraining nachgegangen, hat sich das Lauffeuer schon verbreitet und jeder eine Sms gekriegt. Das hat schon ziemlich gesessen, aber wenn man dann heute noch diese Anteilnahme mitbekommt und sich das mal alles durch den Kopf gehen lässt, kann zumindestens ich meine Trauer nicht ganz zurückhalten.

Hier mal ein kleiner Ausschnitt seines Lebens: „Robert Enke war verheiratet. Das Ehepaar hatte im Mai 2009 ein Mädchen adoptiert. Seine leibliche Tochter starb 2006 im Alter von zwei Jahren an einem angeborenen Herzfehler. Das Ehepaar Enke engagierte sich für den Tierschutz und lebte mit zahlreichen Haustieren auf einem kleinen Bauernhof. Für die Organisation Peta hatte sich Robert Enke für ein Plakat gegen Pelze zur Verfügung gestellt.“ Er war also nicht nur ein vorbidlicher Sportler, sondern auch ein vorbidlicher Mensch, was denke ich das Wichtigste überhaupt ist! Kein typischer Profi und arroganter Geldverdiener. Auf dem Boden geblieben, ruhig und ein großer Tierfreund, der nicht nur redete sondern sich auch engagierte. Sicherlich kannte auch ich ihn nicht persönlich, aber wen kennt man schon wirklich.

Seit Jahren soll er an Depressionen gelitten haben und nun machte er seinem Leben und somit auch seiner internationalen Karriere als Torwart ein Ende. Ein Verlust in vielerlei Hinsicht, nicht nur für seine Frau, die nach dem Tod der gemeinamen Tochter den nächsten wohl schlimmsten Schicksalsschlag verkraften muss. Er reiht sich damit in eine traurige Liste ein. Ein von Herzen kommendes „Ruhe in Frieden“, auch für andere bekannte Fussballer, die in den letzten Jahren verstorben sind: teilweise auf dem Platz selbst oder im Nachhinein: Marc-Vivien Foé im Jahr 2003, Antonio José Puerta Pérez im Jahr 2007, Miklós Fehér im Jahr 2004, David di Tommaso im Jahr 2005, Daniel Jarque González im August dieses Jahres und alle die ich vergessen habe oder nicht bekannt sind.

-Tinka.

Eigentlich mag ich ja keine sich selbst beheuchelnden StudiVZ-Statusnachrichten, wie traurig das alles ist. Aber es ist traurig und das ist keine Statusnachricht.

das war einmal (youtube).

[Zitat Überschrift: Andy Warhol.]

Einundsiebzig Jahre Reichspogromnacht

Wollte ich nur mal gesagt haben. Vielleicht ist Deutschland ja doch nicht so cool? Vielleicht doch alles Hoschis, hm? Na?

nmzidl

Radiosendung zum Buch bei SWR3

Kurzer Gedanke zum Thema Geisterspiele.

Posted On 2009: November (7)

Gespeichert unter Fußball, Leben
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Zwanziger droht mit leeren Rängen

Schon mit der immensen Zahl der Stadionverbote hat sich die Gewalt immer mehr vor die Stadiontore verlagert und ist dort wahrscheinlich auch noch größer geworden. Sperrt man jetzt das gesamte Stadionpublikum aus, hat man nicht nur wenige tausend genervte bis frustrierte Menschen an der Backe, sondern wenige zehntausend. Gleichzeitig hat man nicht nur ein paar hundert Menschen auf der Straße, sondern ein paar tausend.

Ich frage mich ernsthaft, ob die Polizei wirklich so dumm ist, sich den Todfeind derart heranzuzüchten. Denn der Frust ist da, die Gewaltbereitschaft ist da — und wenn dann aber der Fußball eben nicht mehr da ist, wird es noch viel heftiger knallen.

Die Erfahrung lehrt aber, dass diese provozierten Auseinandersetzungen nicht als Folge des eigenen Fehlverhaltens erfasst werden, sondern eben zu solchen überzogenen Repressionsforderungen führen. Da aber die Repression nicht stärker sein kann als der geballte Hass einer riesigen Menge, wird die Polizei dort mehr oder weniger bald an organisatorische und personelle Grenzen stoßen — je nach dem, wie schnell sie ihre Ziele und Forderungen durchsetzt.

Ich will die Welt nicht verbessern, sondern nur etwas zertören.

Posted On 2009: November (5)

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Jenseits von Gut und Böse oder „Sie kriegen drei Minuten, dann sind Sie weg!“

Wie immer fangen wir mit den guten Nachrichten an:

1.) Euer Lieblingsblogger wurde weder festgenommen noch schwer verletzt. Und auch mir gehts gut.

2.) Ich habe die Prokrastination kurzzeitig besiegt und innerhalb von weniger als vierundzwanzig Stunden einen Blogeintrag zu irgendwas geschrieben.

3.) Das mit den Zahlen vorne dran lass ich jetzt erstmal wieder.

Gegen neunzehn Uhr begann der Tag gestern, und damit etwas später als sonst. Dem Taylorpolynom Lebewohl gesagt und zum Ostseestadion begeben. Wenn ich mir den Satz jetzt nochmal durchlese, finde ich, dass ich da schon wieder ganz schön viel richtig gemacht hab.

Abgesehen davon, dass die ganze Stadt zwar nicht nur von diesem Spiel sprach, aber doch wohl nur daran dachte, trug auch das riesige Polizeiaufgebot an eintausendfünfhundert Versagern in Uniform zur allgemeinen Motivation bei, hatte man doch noch die Entscheidung des  BGH vom Freitag im Kopf. Am Stadion erwartete den geneigten Betrachter dann auch schon von Weitem ein eindrucksvolles Bild: hohe, erleuchtete Rauchsäulen aus dem Pauli-Pöbel in der Schillingallee, vor der Eishalle eine Polizeisperre, um den Kontakt zwischen Heim- und Gästeanhang zu verhindern. Durch rein physische Präsenz ist dies dann auch letztenendes gelungen, schließlich hatten die Bullenketten gar keinen Platz, um auseinanderzubrechen.

Trotzdem war der Pöbel angepisst genug, um die Berufspetzen sehr gut zu beschäftigen. Abgesehen von den an diesem Tag obligatorischen Flaschenwürfen mussten diese auch den Einsatz von Wasserbomben erdulden, welche einen eindeutig markanten Geruch hinterließen. Entsprechend angepisst und unter lautem „Uuaah!!“ wurde die Masse dann wegzuprügeln versucht, was im Endeffekt zwar gelang, jedoch nicht ohne Antwort blieb. Eine Handvoll Hansafans musste nämlich mit Platzwunden am Kopf behandelt werden, ganz zu schweigen von den bei solchen Einsätzen vorherzusehenden Prellungen und Schürfwunden. Jedoch wurde auch von Ronny-Normal-Fan einigermaßen zurückgedrückt. Ebenso konnte man frustrierte Jugendliche beobachten, die im griechischen Stil aus nächster Entfernung Pyrotechnik und Steine auf Polizeibeamte warfen.

(Mehr …)

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